Planst du eine Reise in die rau-schöne und unglaublich wellenreiche Region Südmarokkos? Hier erfährst du, wie du sicherstellst, dass du keine pumpenden Wellen verpasst.

Die marokkanische Küste kann nämlich ohne Ortskenntnis ziemlich schwierig zu navigieren sein. Deshalb haben wir diesen kurzen und prägnanten Guide erstellt und ihn mit allem gefüllt, was du über das Surfen in Südmarokko wissen musst.

Bereit, die Wellen deines Lebens zu surfen? Dann wirf einen Blick in diesen Artikel, um schnelle Fortschritte im Wasser zu machen und buch heute dein Ticket in den Süden!

Die Surfregion Essaouira – Taghazout – Agadir

Südmarokko umfasst einen etwa 150 Kilometer langen Küstenabschnitt zwischen Sidi Kaouki im Norden und Anza im Süden.

Entlang dieser Strecke liegen mehrere Surfzonen mit Pointbreaks, Beachbreaks und hohlen Slabs. Der bekannteste Surfspot in Südmarokko ist jedoch Taghazout. Hier kannst du den legendären Anchor Point surfen und die besondere Surfkultur erleben, für die Taghazout bekannt ist, eine Mischung aus bohemischem Lifestyle und marokkanischer Atmosphäre.

Außerdem gibt es Tamraght, von dem du vielleicht schon gehört hast, oder auch nicht. Es ist Dorf das etwa zehn Minuten südlich von Taghazout liegt. Unserer Meinung nach bietet Tamraght eine entspanntere und authentischere Surf-Travel-Erfahrung.

Egal, für welches Ziel du letztendlich entscheidest, alle Spots auf dieser Liste sind von beiden Orten aus leicht erreichbar.

Wann ist die beste Zeit zum Surfen in Südmarokko?

Wie bei fast allen Surfregionen der Welt hängt die beste Reisezeit in Südmarokko vor allem von deinem Surflevel ab (finde deins hier heraus).

Für Beginner und alle, die noch dabei sind, die Grundlagen zu lernen, sind die *Sommermonate ideal. Die Wellen sind erfahrungsgemäß kleiner und weniger kraftvoll, sodass du in Bedingungen surfen kannst, die zu deinem Level passen, ohne von schwerem Surf überfordert zu werden.

Außerdem sind Luft- und Wassertemperaturen in dieser Zeit deutlich wärmer als in den meisten Teilen Europas, Großbritanniens oder der USA. Das bedeutet: blauer Himmel, viel Sonne und Sessions in Boardshorts oder im Bikini sind möglich.

Für Intermediate und Advanced Surfer, die größere und kraftvollere Wellen suchen, sind Herbst und Winter die beste Zeit. Die Surf Hochsaison ist Dezember bis Februar, wenn kraftvolle Groundswells aus dem Nordatlantik tausende Kilometer zurücklegen und die gesamte marokkanische Küste zum Leben erwecken… sehr zur Freude unserer liebsten marokkanischen Locals.

Auch die offshore Passatwinde sind in dieser Zeit konstanter, was für besonders unvergessliche Surftage sorgt. Und nochmal, Luft- und Wassertemperaturen sind immer noch deutlich angenehmer als in vielen Teilen Europas, Großbritanniens oder der USA (auch wenn du trotzdem einen Wetsuit brauchst).

*Auch Beginner können während der Hochsaison eine Reise buchen, denn südlich von Südmarokko (Agadir und Umgebung) gibt es viele geschützte Spots, an denen du passende Wellen findest.

Die Top 5 Surfspots in Südmarokko

Jetzt, wo du mehr über die Region und die beste Reisezeit weißt, kommen wir zum spannenden Teil: den besten Surfspots in Südmarokko.

Nach mehreren Trips zu diesen Wellen können wir sagen: Sie haben definitiv ihren Ruf verdient. Wenn du dich also fragtst, wo sich die Top 5 Surfspots in Südmarokko befinden, keine Sorge, hier sind sie.

Sidi Kaouki – Ein weitläufiger Strand mit vielen Peaks (und einem versteckten Reef)

Nahe Essaouira gelegen und in den 60er- und 70er-Jahren ein Zentrum der Hippie-Kultur, ist Sidi Kaouki heute ein wunderschönes Surfziel für alle Levels.

Der lange Strand bietet zahlreiche Sandbänke, an denen verschiedene Peaks brechen. Außerdem gibt es sogar ein verstecktes Riff und einen Pointbreak (hallo, Cap Sim), falls du dein Level etwas pushen möchtest. Sidi Kaouki ist zwar nicht die beste Welle Afrikas, aber perfekt, wenn du den Schritt von Weißwasser zu grünen Wellen machen möchtest. Dazu kommen die Sanddünen und die typisch marokkanische Atmosphäre, die dem Spot einen besonderen Charme verleihen.

Imsouane – Eine der längsten rechten Welle der Welt

Blick von oben auf die berühmte Bucht.

Ein weiterer großartiger Spot für Beginner: Imsouane ist ein klassischer marokkanischer Pointbreak und eine der längsten rechten Wellen der Welt. Die Welle läuft in eine Bucht hinein und Longboarder schaffen hier oft Rides von mehreren hundert Metern.

Aber auch Shortboarder und Advanced Surfer kommen hier auf ihre Kosten. Die Welle hat genug Power und mehrere Sections für Turns. Meistens ist sie jedoch eine entspannte Welle über Sand- und Felsboden.

Wenn es in der Bucht zu voll wird, kannst du einfach zum nahegelegenen Pointbreak Cathedral laufen, der bei einem kleinen Fischerdorf liegt. Dadurch fühlt sich Surfen in Imsouane fast wie ein Zwei-für-eins-Deal an.

Anchor Point – Marokkos berühmtester Right-Hand Pointbreak

Wenn der Swell eine bestimmte Größe erreicht, gibt es hier oft mehr Zuschauer als Surfer.

Ahhh … Anchor Point. Was kann man über diesen legendären Right-Hander in Taghazout noch sagen, was nicht schon gesagt wurde?

Die Welle hält Swells bis zu dreimal über Kopfhöhe aus und kann bei großem Swell bis zu 300 Meter lang laufen. Dank mehrerer Takeoff-Zonen kann der Spot auch größere Crowds vertragen. Hier kommen vor allem Intermediate und Advanced Surfer hin, wenn die Wellen groß sind und die Tide niedrig. Ein paar YouTube Clips von einem pumpenden Anchor Point reichen aus, um zu verstehen, warum diese Welle so legendär ist.

Banana Point – Ein geschützter Pointbreak in Tamraghtt

Endlos lange, smoothe Rides am Banana Point.

Banana Point ist so etwas wie der kleine Bruder von Anchor Point. Auch hier läuft eine rechte Welle, allerdings hält sie nicht so viel Swell aus wie Anchor Point.

Die gute Nachricht ist, dass Banana Point relativ gut vor Nordwinden geschützt ist. In etwa 90 % der Zeit ist das Surfen hier entspannt und cruisy. Trotzdem sollte man die Welle nicht unterschätzen. Dank Sand- und Kieselsteinboden kann Banana Point richtig gut werden und bietet genug Power für Boards aller Art.

Anza – Ein konstanter Beachbreak mit vielen Peaks

Frühmorgens in Anza, ein echter Swellmagnet.

Südlich von Taghazout und Tamraght liegt Anza – ein weiter Sandstrand, der oft sehr spaßige und konstante Wellen bietet. Hier findest du sowohl linke als auch rechte Wellen sowie mehrere Peaks entlang des Strandes.

Der Beachbreak auf der rechten Seite eignet sich besonders gut für Beginner. Bei kleinen Bedingungen ist die Welle mellow und sehr entspannt. Auf der linken Seite läuft eine A-Frame-Welle über ein Riff, mit einer guten rechten Welle. Das ist eher geeignet für Advanced Surfer. Ein weiterer Pluspunkt: Anza ist ein Beachbreak. Nach den oft etwas komplizierten Rock-Jumps an Pointbreaks ist es manchmal einfach schön, wieder ganz klassisch vom Strand ins Wasser zu paddeln.

Hat dich das Lesen jetzt motiviert, in Südmarokko surfen zu gehen? Perfekt! Diese Region gehört zu unseren absoluten Lieblings-Surfzonen weltweit und wir können es kaum erwarten, sie dir zu zeigen.

Entdecke Südmarokko mit uns – Komm mit auf einen Surftrip!