Das mag vielleicht etwas kontrovers klingen, aber in vielerlei Hinsicht sind die Wellen auf einem Surftrip nur ein Bonus.

Ja, es ist unglaublich, mit seinen besten Freunden an einem leeren Peak spaßige Wellen zu surfen. Und wir wissen, dass es kaum etwas Schöneres gibt, als an einem menschenleeren Reefbreak anzukommen. Das haben wir selbst schon oft erlebt.

Aber es gibt auch all die Dinge außerhalb des Wassers, die einen Trip besonders machen. Die Landschaften. Die lustigen Gespräche auf dem Parkplatz. Die Mahlzeiten nach dem Surfen. Die langen Nächte, die entspannt beginnen und legendär enden.

Europa hat all das und noch viel mehr. Trotzdem wird es als Surf Destination etwas unterschätzt.

Die Leute jagen nach Bali und übersehen dabei komplett, was direkt vor ihrer Haustür liegt. Aber die Trips, über die die Menschen noch Jahre später sprechen?

Viele davon fanden in Portugal statt. Auf den Kanaren. In Frankreich. In Irland.

Hier findest du, warum sie im Kopf geblieben sind.

Es geht nie nur um die Wellen. Aber sie sind immer in unseren Gedanken. Analogfoto von @lowtidelaura‘s Kamera.

Du kannst garantiert Fortschritte machen

Europa hat unglaublich viel Küstenlinie.

Allein von Südspanien bis Nordfrankreich gibt es rund 3.000 Kilometer voller Buchten, Beachbreaks, Riffen, Flussmündungen und so ziemlich jeder Art von Welle, die man sich vorstellen kann. Und das ist noch längst nicht alles.

Was wir sagen wollen, ist, dass Europa als Surfziel wellenreich ist. Tatsächlich ist es wie gemacht für Fortschritte, wenn du den richtigen Spot auswählst:

  • Beachbreaks in Frankreich und Portugal, um Selbstvertrauen und Volumen aufzubauen
  • Die Kanarischen Inseln, um den nächsten Schritt auf Riffen und Points zu machen
  • Irland, wenn du etwas anderes ausprobieren willst
  • Nordspanien für das ultimative Beginner-Surf-Erlebnis

Und du kannst das alles surfen! Sei einfach ehrlich, was dein Level angeht. Finde einen Trip, der genau dazu passt, mit unserem Trip Finder. Fortschritt macht süchtig und je besser du wirst, desto mehr willst du dich verbessern.

Die Menschen machen deinen Surftrip aus

Wir sagen es direkt: Die Leute auf deinem Trip sind wichtiger als die Wellen.

Du kannst perfekte Wellen mit einer miesen Crew erwischen und es wird trotzdem die schlechteste Zeit deines Lebens. Die besten Trips, die wir erlebt oder von denen wir gehört haben, beinhalteten immer, immer, eine großartige Gruppe von Menschen.

Fremde, die ab Tag zwei zu Freunden werden. Leute, die sich gegenseitig in Wellen anfeuern. Späte Abendessen, die länger dauern, als sie eigentlich sollten.

All das braucht das richtige Umfeld, um zu entstehen. Und wenn es passiert, bleibt man in Kontakt. Endlich… eine Gruppenchat, den du wirklich magst!

Pause in der Mittagssonne zwischen Surf Sessions.

Du schaltest (richtig) ab

Nicht das faule „ich habe ein paar E-Mails weniger gecheckt“-Abschalten, sondern ein echtes.

Nur du, der Moment und Gedanken, die sich ausschließlich um Gezeiten drehen, ums Abendessen und darum, wo du morgen surfen gehst.

Die Atlantikküste Europas macht genau das mit Menschen. Die Azoren, die sich wirklich wie das Ende der Welt anfühlen. Die Algarve, wo dein Nervensystem gar keine andere Wahl hat, als runterzufahren.

Wenn die Logistik erledigt ist und die einzige Entscheidung darin besteht, an welchem Break du rauspaddelst:

  • Erholt sich dein Körper richtig
  • Verbessert sich dein Surfen schneller
  • Kommst du tatsächlich erholt zurück (was seltener ist, als es sein sollte)

Die Wellen sind nur der Anfang

Surftrips, die nur aus Session nach Session bestehen, ohne zwischendurch mal Luft zu holen, werden irgendwann anstrengend.

Die besten Trips haben Charakter. Tiefe. Ein bisschen Würze.

Europa ist dafür perfekt aufgestellt. Vulkanpfade auf Fuerteventura, Pintxos im Norden Spaniens, die so gut sind, dass man überlegt, dorthin zu ziehen, und ein portugiesischer Marktort, der sich seit fast 100 Jahren kaum verändert hat.

Wenn ein Ort wirklich unter deine Haut geht, kommst du mit einer echten Erfahrung zurück. Und einer klaren Meinung darüber, welches Land das bessere Seafood hat (kein Kommentar)! 

Man kommt an die Algarve wegen der Wellen und der atemberaubenden Landschaft, aber vergisst sie nie wegen der neuen Freundschaften.

Es sind die Geschichten, die einem im Gedächtnis bleiben

Jede unvergessliche Reise hat mindestens eine davon.

Die Welle, von der du dachtest, dass du sie nicht schaffst. Die Dawn Patrol, die eigentlich niemand machen wollte. Der flache Tag, der zu einem Roadtrip wurde, der sich zu etwas entwickelte, das du nie geplant hättest.

Diese Momente lassen sich nicht inszenieren. Aber sie passieren viel eher, wenn du gutes lokales Wissen hast, die Struktur locker genug ist, damit Dinge passieren können und Menschen um dich herum, die einfach „Ja“ sagen.

Überplante Reisen ruinieren alles. Unterplante verpassen das Wesentliche. Der Sweet Spot liegt irgendwo dazwischen.

FAQ bevor deinen Euro Surftrip buchst

Q. Was ist mein aktuelles Surf-Level?

Keine Ahnung! Das kannst du ganz einfach über diese hilfreiche Seite herausfinden. Es ist entscheidend, dein Surf-Level auf deinen Aufenthalt abzustimmen, also sobald du dein Level kennst, schau dir gerne unsere Destinationen an, indem du auf den Button unten klickst.

Q. Soll ich an einen warmen Ort mit beständigen Bedingungen oder an einen rauen, abgelegenen Ort reisen?

Beides ist sinnvoll. Portugal ist zuverlässig und eher warm (an Land zumindest, im Wasser eher weniger). Irland ist wild und leer. Die Kanaren liegen irgendwo dazwischen. Sei dir bewusst, was du suchst.

Q. Sollte ich mit Freunden reisen oder offen sein, neue Leute vor Ort kennenzulernen?

Solo-Surftravel ist gerade voll im Trend, aber wenn du ein paar Freunde mitbringen willst, nur zu.

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