Magst du keine crowded Surfbreaks? Liebst du deftige Sandwiches? Ein bisschen Gehirnfrost macht dir nichts aus? Dann bist du hier genau richtig! Wenn du dich fragst, wo du auf deinem nächsten Trip nach Portugal surfen solltest, lohnt es sich, einen Blick in den Norden des Landes zu werfen.
Klar, hier scheint die Sonne nicht ganz so häufig wie an der Algarve und es gibt auch nicht so viele weltberühmte Wellen wie in Zentralportugal, Nordportugal hat in Sachen Surfen trotzdem einiges zu bieten.
Noch nicht überzeugt? Dann wirf einen Blick in diesen Artikel und erfahre, wie es sich anfühlt, durch die Surfzonen im Norden Portugals zu shredden.
Nordportugal auf einen Blick
Während Surfspots an der Algarve oder Breaks in Zentralportugal wie Ericeira viel Aufmerksamkeit bekommen, fliegt Nordportugal oft unter dem Radar.
Die Region reicht von Moledo nahe der spanischen Grenze bis nach Espinho, etwa 113 Kilometer weiter südlich. Manchmal wird sie sogar als das „hässliche Entlein“ der portugiesischen Surfzonen bezeichnet (was unserer Meinung nach ziemlich unfair ist).
Ja, das Wasser ist im Norden kälter, es regnet häufiger und die Wellen sind nicht immer ganz so konstant wie weiter südlich. Trotzdem haben Nordportugal und seine Hauptstadt Porto sowohl in Sachen Qualität als auch Quantität der Wellen einiges zu bieten.
Und das Beste: Es ist deutlich weniger überlaufen als in anderen Teilen Portugals, was bedeutet mehr Wellen für dich und deine Freunde!
Wann ist die beste Zeit zum Surfen in Nordportugal?
Egal ob du ein kompletter Beginner oder du schon ein paar Jahre surfst – in Nordportugal kannst du das ganze Jahr über surfen.
Aber meist sind für Einsteiger und Beginner der späte Frühling und der Sommer die angenehmste Zeit. Dann sind die Wellen kleiner und das Wasser etwas wärmer, was es leichter macht, die ersten Wellen zu erwischen.
Erfahrene Surfer freuen sich dagegen eher auf die kräftigeren Winterswells, die etwa ab Oktober oder November anrollen. Perfekt für alle, die eine Herausforderung suchen und auch vor kaltem Wasser nicht zurückschrecken.
Du bist nicht sicher, welches Surflevel du hast? Finde dein Surflevel heraus, bevor du deine Taschen packst.
H2: Wo sind die Top 5 Surfspots im Norden Portugals?
Auf einem Surftrip die besten Spots zu finden, kann ganz schön überwältigend sein. Aber keine Sorge… wir haben da was vorbereitet.
The Surf Tribe hat eine Liste mit den fünf besten Surfspots im Norden Portugals zusammengestellt, um dir die Entscheidung etwas leichter zu machen. Hier sind sie!
Afife (Praia do Bico) – Einer der ältesten und beliebtesten Surfspots im Norden Portugals
Afife ist ein langer, offener Beachbreak nur wenige Kilometer von der spanischen Grenze entfernt.
Er gehört zu den ältesten und beliebtesten Surfspots in Nordportugal und ist für seine konstanten Wellen bekannt. Am nördlichen Ende des Strandes gibt es sogar einen eigenen Boardriders Club – ein gutes Zeichen für die Qualität des Spots.
Wenn du einen klassischen Beachbreak suchst, der bei fast jedem Swell mit Ostwind funktioniert, bist du hier genau richtig.

Azurara – Ein geschützter Beachbreak mitten in unberührter Natur
Du willst den überfüllten Stadtstränden entfliehen? Dann ist Azurara genau dein Spot.
Die Fahrt von der Stadt ist etwas länger (aber es lohnt sich). Und wenn du einmal angekommen bist, erwarten dich beeindruckende Dünenlandschaften, sauberes Wasser und ein langer Pier, der Schutz vor Wind bietet.
Es ist ein guter Spot für Surfer aller Levels. Je nachdem, wo du ins Wasser gehst, kannst du sowohl einfache als auch anspruchsvollere Wellen finden. Und weil der Strand in einem Naturreservat liegt, ist die Umgebung entsprechend unberührt.

Matosinhos – Urbaner Heavy-Water-Beachbreak mit Metroanschluss
Wir können nicht über die Surfspots im Norden Portugals schreiben und Matosinhos nicht erwähnen!
Dieser kraftvolle, urbane Beachbreak liegt nördlich von Porto und ist der einzige Surfspot in Portugal, den du direkt mit der U-Bahn erreichen kannst. Abgesehen von der guten Erreichbarkeit, ist dieser Sport ein unglaublicher Beachbreak mit hochwertigen Wellen, die bei größerem Swell auch barreln können.
Der einzige Nachteil: Es kann voll werden. Aber mit etwas Geduld findest du meist trotzdem eine Sandbank für dich.

Espinho – Legendärer Right-Hander und Host vieler internationaler Wettkämpfe
Wenn du schon einmal Fotos von einer Weltklasse rechten Welle aus Nordportugal gesehen hast, war es vermutlich Espinho.
Die Tube-Welle läuft entlang einer Breakwall, bildet mehrere Sections und ist eine der berühmtesten und fantastischsten Wellen Nord Portugals. Es ist ein Hotspot für Surf Talente, in der viele lokale Surfer ihre Skills verfeinern.
Espinho war über die Jahre außerdem Austragungsort zahlreicher internationaler Surf-Contests (wie der World Pro Junior Series oder der World Longboard Tour) was deutlich zeigt, welches Kaliber an Wellen hier bricht.

Praia da Barra (Aveiro) – A-Frame Peaks im „Venedig Portugals“
Es sind die Kanäle und die beeindruckende Architektur, die die meisten Besucher nach Aveiro ziehen. Aber wenn wir ehrlich sind… haben wir Surfer vor allem Praia da Barra im Blick.
Bekannt für seine pumpenden Wellen findest du hier einige der besten A-Frame Peaks der Gegend. Die Welle ist schnell und hollow, und weil sie sich südlich eines Steges befindet, ist sie teilweise vor nördlichen Winden geschützt.
Achte lediglich auf die starken Rip Currents, dann bist du auf der sicheren Seite. Und außerdem erwarte hier lieber keine Gondelfahrten.

Damit wären wir am Ende! Nordportugal ist ein großartiges Reiseziel für Surfer aller Levels, da es eine große Auswahl an Wellen bietet.
Von Weltklasse-Breaks wie Espinho und Azurara bis hin zu geschützteren Beachbreaks wie Praia da Barra ist hier für jeden etwas dabei. Und mit der guten Anbindung an die wunderschöne Stadt Porto sowie der beeindruckenden Natur der Region sollte Nordportugal definitiv auf deinem Radar sein, wenn du nach Surfspots in Portugal suchst.




