Ganz gleich, ob du gerade erst anfängst oder schon seit deiner Kindheit auf den Wellen reitest - das Surfen kann uns immer etwas über das Leben beibringen.

Tatsächlich findet das alte Sprichwort, dass man die Wellen zwar nicht aufhalten, aber das Surfen lernen kann, auch bei Menschen außerhalb der Surfwelt Zustimmung. 

Aber warum bietet das Surfen so viele lehrreiche Momente?

Vielleicht liegt es daran, dass das Surfen eine anspruchsvolle Sportart ist, die man erst erlernen muss, oder vielleicht daran, dass Surfer eine tiefe Verbindung zu der ultimativen Lehrerin haben - Mutter Natur.

Was auch immer der Grund sein mag, Tatsache ist, dass man beim Wellenreiten viele Lektionen lernen kann, die das Leben erfüllter und angenehmer machen. 

Hier sind 6 unserer Favoriten!

1. Sei geduldig, dann werden gute Dinge auf dich zukommen

Für jeden Surfer gehört das Warten zum Spiel dazu. Wenn du lernst, die ruhigen Phasen zu genießen, wirst du auf jeden Fall umso mehr davon profitieren.

Als Surfer warten wir ständig auf etwas – darauf, dass der Swell anzieht, dass der Wind dreht, dass unser Freund das Stück Wachs zurückgibt, das er sich „ausgeliehen“ hat.

Dieses Warten kann frustrierend sein, ist aber auch eine hervorragende Gelegenheit, Geduld zu lernen.

Indem du geduldig bist, gibst du dir selbst die Chance, die Momente dazwischen zu genießen, und erhöhst gleichzeitig deine Chancen, das zu bekommen, worauf du wartest. Und auch wenn das Zitat „Man kann die Wellen nicht aufhalten, aber man kann lernen, zu surfen“ eines der besten ist, trifft auch der alte Klassiker zu: „Was lange währt, wird endlich gut.“‍

2. Respekt ist keine Einbahnstraße

Respekt ist beim Surfen von großer Bedeutung.

Er sorgt für Ordnung in einem chaotischen Lineup und weckt Wertschätzung für die Umwelt. Aber Respekt ist keine Einbahnstraße - wir müssen ihn zeigen, um ihn zu erhalten.

Indem wir andere respektieren und bescheiden bleiben, schaffen wir ein Umfeld, in dem wir alle friedlich zusammen surfen können. Und indem wir die Wellen, Strände und Surfspots respektieren, stellen wir sicher, dass auch zukünftige Generationen sie genießen können.

Denkt also daran, bescheiden zu sein und, wie Randolph Benzaquen in unserer marokkanischen Surf Dokumentation sagt, den gegenwärtigen Moment unter allen Umständen zu respektieren, selbst in den dramatischsten Momenten.

Das wird euer Leben um einiges einfacher und eure Surf Abenteuer unendlich erfüllender machen.

3. Das Leben ist voller Höhen und Tiefen

Das Leben ist in gewisser Weise wie eine Welle, da es sowohl Gipfel als auch Täler gibt.

Manchmal fühlst du dich wie ein absoluter Rockstar. Ein anderes Mal fühlst du dich wie das menschliche Pendant zu einem ausrangierten Softtop-Surfbrett.

Denk einfach daran: Du kannst die Wellen nicht aufhalten, aber du kannst lernen, darauf zu surfen. Das heißt: Auch wenn schlechte Zeiten unvermeidlich sind, vertrauen wir darauf, dass du sie immer überstehen kannst!

4. Die Natur muss geschätzt werden

Wellen sind beängstigend und faszinierend zugleich und erinnern uns immer wieder daran, wer hier das Sagen hat. Eine gute Lektion in Demut.

Wenn du jemals einen Beweis dafür suchst, dass Mutter Natur eine mächtige Kraft ist, versuche doch einmal, auf großen Wellen zu surfen. 

Wenn du jedoch auch einen Beweis dafür suchst, dass man auf sie achten und sie respektieren muss, versuche doch einmal, an einem Ort zu surfen, an dem nur noch sehr wenig von ihr übrig ist. 

Die Natur ist zugleich mächtig und zerbrechlich.

Diese Dualität ist für Surfer offensichtlich, aber es ist eine Lektion, die sich auf alle Aspekte des Lebens anwenden lässt. 

Wie der portugiesische Surfer und gute Freund Thomas Berry, der regelmäßig Beiträge für Surf Tribe verfasst, sagt: Die Natur zu schätzen bedeutet anzuerkennen, dass das, was sie uns im Gegenzug gibt, unermesslich ist.

5. Mach dir nur Gedanken über das, was du beeinflussen kannst

Auch hier gilt wieder das Zitat: „Man kann die Wellen nicht aufhalten, aber man kann lernen, darauf zu surfen.“ 

Der Grund dafür ist: Auch wenn man Dinge, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen, nicht verhindern kann, hat man doch Einfluss darauf, wie man damit umgeht. Das ist eine unglaublich wichtige Lektion, die man sich vor Augen halten sollte, wenn man sich von etwas überfordert oder verunsichert fühlt. 

Sich über Dinge Sorgen zu machen, die man nicht kontrollieren kann, führt nur zu noch mehr Stress und Angst. Deshalb ist es wichtig, diese loszulassen und sich auf die beiden Dinge zu konzentrieren, die immer in deiner Hand liegen: deine Einstellung und dein Einsatz.

6. Sei bereit, die Gelegenheit zu ergreifen

Genau wie im Leben bietet das Surfen dir zahlreiche Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. 

Vielleicht stehst du vor einer großen, anspruchsvollen Welle oder findest dich in den perfekten Bedingungen wieder, um einen neuen Trick zu versuchen. 

In solchen Situationen musst du auf deine Fähigkeiten vertrauen und dir bewusst machen, dass du es schaffen kannst - Zögern führt nur dazu, dass du den Moment verpasst (und es später wahrscheinlich bereust). 

Wenn du also im Meer oder im Leben eine Chance siehst, dann nutze sie. 

Vielleicht überraschst du dich selbst damit, wozu du fähig bist.

Sichere dir noch heute einen Platz und beginne deine Surf Reise!